Social.Solibre

So, jetzt da der Ansturm vorbei ist, ein paar Worte. Ich würde mich freuen, wenn es dazu auch ein bisschen Diskussion gäbe.

Wer von Twitter kam, der kennt Twitter als Box. Man tut Sachen hinein, die dann von anderen gesehen und idealerweise gemocht, geteilt, und kommentiert werden.

So funktioniert das aber nicht. Stattdessen ist das Fediverse ein Fluss. Von vielen Stellen werden Sachen erstellt, deren Existenz dann dem Fediverse bekannt gemacht wird. Das heißt man fragt sich weniger “wo finde ich Menschen, die mir folgen” sondern “welchen Content will ich als Strom an mir vorbei geschwemmt sehen.”

Und darin liegt die Crux. Wer das Fediverse nur als Mastodon und Mastodon nur als “besseres Twitter” sieht, der schaut am Tellerrand vorbei statt drüber. Es geht also nicht darum, “share, follow, like” zu sagen sondern “wo sind Deine Sachen, ich will Dich im Fediverse lesen und kommentieren können.” Was bedeutet: Deine Lieblings-Podcasts sollten auf einem Funkwhale Server landen. Deine Lieblings-Vlogs und Videos auf einem Peertube Server. Instagram? Nett hier, aber waren Sie schon mal auf Pixelfed? Mehr altmodisch: das Fediverse ist der Kiosk an der Ecke. Du willst dort Dein Lesematerial sehen. Und das klappt nur, wenn Du Deine Helden hier her bringst.

Sagen wir, Du magst Kanal X auf YouTube. Dann ist es jetzt Zeit, Kanal X dazu zu überreden, auch auf PeerTube präsent zu sein. Admins können das so einstellen, dass ganze Channels gespiegelt werden, Du musst also nicht viel tun. Und das Setup von PeerTube macht es sogar möglich, so einen Superchannel zu hosten ohne eine zweite Hypothek aufnehmen zu müssen.

Oder Du magst einen Podcast? Bringe den Podcaster in’s Fediverse. Als Bot, der automatisch neue Podcasts auch im Fediverse verfügbar macht, oder ganz als Podcast auf einer Funkwhale Instanz.

Blogs? Liesst die noch irgendwer? Wenn Dein Lieblingsblog auf WordPress ist, dann sollte es auch einen ActivityPub Stream haben. Und wenn nicht? Dann gibt es mit Bridgy (https://brid.gy) immer noch Wege, dass neue Posts auch im Fediverse landen.

Also. Im Fediverse geht es nicht darum, so viel wie möglich gelesen zu werden, sondern die Sachen die Dich interessieren hierher zu bringen, so dass Du sie lesen, kommentieren, drauf reagieren, und weiterverteilen kannst.

Das wäre Dein nächster Task. Lust auf was Neues?

@mikka @Aarkon Das war einer meiner ersten „Denkfehler“, als ich letztes Jahr das und entdeckte. „Hey das ist ja wie Twitter.“

Ist es nicht. Und diese andere Philosophie zu erkennen und zu entdecken ist ziemlich großartig.

Guten Morgen! ☀️☕️

@mikka @Aarkon (Ach und jetzt fällt es mir erst auf: Wie kommt eigentlich dieser megalange, zusammenhängende Post zustande?)

@mikka ich bin seit ein paar Jahren auf Mastodon und finde die oberlehrhaften Posts, mit denen Neulinge seit Musk's Übernahmeangebot bombardiert werden, äußerst unangenehm. Es geht im Fediverse um Menschen, Beziehungen und Kommunikation.

Man muss niemandem mit Regelwerken steinigen, weil er neu ist. Lass die Leute erst einmal ankommen und gibt ihnen die Zeit, ihren Platz zu finden.

@SimonWpt "Ich bin seit ein paar Jahren auf Outlook und ich finde die oberlehrerhaften Posts [...]"

Hier geht es nicht um Regelwerke, sondern darum, dass das Fediverse eben nicht "auf Mastodon" ist, und dass man als Neunutzer:in ganz schnell frustriert ist, wenn man denkt, dass das Fediverse Mastodon ist oder Mastodon wie Twitter.

Das siehst Du auch daran, dass "Leute ankommen" schon geil ist, aber 85% aller Accounts die seit der ersten Welle erstellt wurden nach zwei Wochen mehr oder weniger brach liegen.

Wenn man von vorneherein ehrlich ist und sagt "Fediverse ist ein Abo-Service für den Content den Du gerne lesen/sehen/hören willst, mit der Möglichkeit auf diesen Contet zu reagieren und zu kommentieren, was dann im Originalcontent landet." Statt "Mastodon ist besseres Twitter" -- dann passiert sowas eher nicht.

Dann verstehen die "Neuen" auch, dass es hier nicht um Share, Like, Follow geht, sondern um "hier sind wirklich endgeile Themen und Inhalte, die Du finden kannst." Klar, jeder Empfänger ist auch ein Sender (Wau Holland, RIP), und Einbringen ist wichtig(er), aber genau das Denken, dass man "auf Mastodon" ist, und dass das hier wie Twitter ist, macht es unschön für Neuankommende und führt zu den 85% Karteileichen.

@mikka Vielen Dank. Die Überlegungen machen Sinn. Dieses Zusammenspiel war mir auch noch nicht klar.

@mikka das liegt meiner Meinung nach an den gebetsmühlenartigen Tröts zur Nutzung des Fediverse. Wenn mir auf einer Party von zig Seiten erzählt, was und wie man dort anziehen, sagen und trinken soll, gehe ich rückwärts wieder raus.

Diese Posts sind nicht die Lösung sondern ein Problem. Just my 2 Cents.

@SimonWpt Im Fall der Anziehens gebe ich Dir 100% Recht. Und niemand sagt "Du, du darfst hier nur X..."

Aber wenn Du Party I verlässt und Dir alle erzählen, dass es da Party II gibt, dann wäre es nett wenn Party II Dich darauf hinweist, dass das dort keine Party ist sondern ein endgeiles Café in dem Alkohol und Musik weniger als ein Zehntel des Gesamtangebots ausmachen, und in dem weniger gesoffen und mehr getratscht wird.

@mikka Ich bin recht neu hier und fühle mich ein wenig auf den Schlips getreten. Normalerweise würde ich in dem Fall weiterscrollen, aber du hast dir ja eine Diskussion gewünscht.

Das, was du übers Fediverse schreibst: “wo finde ich Menschen, die mir folgen” sondern “welchen Content will ich als Strom an mir vorbei geschwemmt sehen.” Das war exakt, wie ich bisher Twitter genutzt habe, und wie die meisten kleineren Accounts Twitter nutzen. Die pauschale Unterstellung, alle 1/x

@mikka @crossgolf_rebel ich wage zu widersprechen: ich sehe (in der Praxis) keinen großen Unterschied zu Twitter: Menschen schreiben etwas, es wird geliked (Fav), geteilt (boost), kommentiert. Content sucht man per Hashtag und man liest seine TL. Großer Vorteil gegenüber Twitter: keine Werbung. Dafür sind die Betreiber:innen auf Spenden der Nutzer:innen angewiesen um die Infrastruktur zu finanzieren.

@mikka @SimonWpt WTF? Bin da bei Simon.

@mikka 2/x
... die von Twitter kommen, wollten nur Follower*innen und eigene Sichtbarkeit, finde ich nicht nur unzutreffend, sondern auch abschreckend. Wenn die Neuen (wie ich) Twitter verlassen, weil ihnen dort die Stimmung und der Ton nicht mehr gefallen, und sie landen hier und kriegen erst mal gesagt, dass sie falsch sind, ist das nicht hilfreich für die Bindung ans Fediverse. Ich hatte das Glück, sehr herzlich empfangen zu werden und das hat in mir von alleine die Motivation 2/x

@UlrikeHeiss Etwa 90% der Diksussion um das Fediverse ist und war aber darüber, dass man hier "ja nicht gefollowed wird" und dass es hier "niemanden gibt, der mir folgt."

Das hat auch zu den 85% Karteileichen geführt, weil "hier ist ja nix" sehr oft "hier liesst mich niemand" war. Kennen wir aus der Vergangeheit mit Google+ oder Wander, beides geile Platformen zum Abonnement von Content, aber halt nicht Bubble/Blasen Applikationen in denen in einem geschlossenen Ökosystem Unterhaltungen stattfinden.

Stattdessen zirkelt das Fediverse um die Idee, dass Content kommentiert und auf Content reagiert werden kann. Wenn man das nutzt, dann ist das endgeil. Wenn man aber Twitter II erwartet, dann ist man schnell frustriert.

ActivityPub stellt, ganz aktiv, den Nutzer nach hinten. Das Kernstück des ActivityStream Protokolls ist das Object, nicht die Person. Damit sind z.B. Nutzer halt auch zwischen Instanzen erst mal nicht sichtbar (Stichwort: wie finde ich jetzt meine Blase?) und selbst die Aktivitäten von Nutzern nicht immer föderiert.

Wer nach Nutzern, nach der "Community" sucht, der wird ganz schnell gelangweilt oder frustriert sein. Wer aber nach Content sucht, der global kommentiert und auf den global reagiert werden kann, für den wird das Fediverse eine saugute Erfahrung.

Du hast jedes Recht zu tun, was immer Du willst. Aber wenn Du, wie ich schon sagte, von Party I in Café II gehst und niemand verrät Dir, dass das Bier hier eher scheiße aber der Kaffee geil ist... dann wirst Du halt nur das Bier trinken und Dich wundern warum irgend wer für das in's Fediverse geht.

@mikka 3/x
... geweckt zu verstehen, was hier anders läuft, wie es funktioniert, was geschätzt wird und was üblich ist.
Es ist schön, langsam zu lernen, wie vielseitig das Fediverse ist, aber das braucht Zeit. Und die nehme ich mir. Und ja, nach wenigen Wochen hier habe ich schon Leuten geschrieben, dass sie hier noch fehlen. Ich freue mich, wenn das klappt, aber ich glaube, missionarischer Eifer weckt im Zweifel nur Abwehrreflexe. Die Dosis muss stimmen, glaube ich. 3/3

@UlrikeHeiss Und hier sind wir bei einer dieser Probleme: wenn Objects das Zentrum sind, dann sind diese x/x Status Nachrichten nicht mehr gebraucht.

Weil sie, z.B. bei mir nicht als Stream ankommen. Das ist nicht "falsch" sondern eine Funktion des Fediverse. Ich bin auf einer Misskey Instanz, und diese reagiert auf x/x ganz anders als Twitter. Weil's eher nicht vorgesehen ist.

Wenn Deine Instanz nur 500 Buchstaben erlaubt, dann ist das IMHO genau das Problem weshalb ich diesen "Missionarischen Eifer" habe.

@mikka Das finde ich interessant, entspricht aber überhaupt nicht meiner Erfahrung. Ich habe ganz viele Neue hier getroffen, aber die Art Diskussion, die du beschreibst, ist mir nicht ein einziges Mal begegnet. Das liegt wahrscheinlich an dem speziellen "Uferabschnitt" des "Flusses" , an dem ich sitze.
Die Analogie mit Bier und Kaffee finde ich hilfreich.
Wie etwas gedacht ist, ist nicht dasselbe, wie es benutzt wird. Ich erlebe hier eine Gemeinschaft, die mir gefällt. 1/2

@mikka Darauf liegt mein Fokus. Es ist für mich die Interaktion, die wichtig ist. Das IST der content. 2/2

@don
Ich verstehe deine Antwort nicht, magst du sie mir erklären?
@mikka

@mikka Wenn ich aber happy bin damit? Ich dachte, das sei genau das Schöne hier, dass es Vielfalt gibt? Willst du, dass alle Instanzen nach denselben Regeln arbeiten?

@don @mikka Danke sehr, jetzt habe ich es kapiert! 💚

@UlrikeHeiss So weit so absolut zugestimmt.

However, wie Du siehst sind da auch ein paar Dinge, die einfach Probleme bereiten. Zum Beispiel die Frage nach Hashtags (sind nur lokal und/oder aus föderiertem Direktcontent, wenn auf meiner Instanz Menschen über reden, aber nicht mit Menschen auf Deiner Instanz, dann siehst Du den Hashtag nicht) oder die Frage danach, wie "discoverable" Content ist.

Man kann das Fediverse auch als "Twitter" verwenden, ja. Aber dadurch entstehen genau die Blasen, die dann Menschen wieder verscheuchen. Weil die Technologie eben nicht auf x/🧵 ausgelegt ist sondern annimmt, dass ein Objekt besteht, nicht mehrere verlinkte Objekte.

Klar, das kann man simulieren, aber im Fediverse bedeutet das auch, dass außer Dir und mir niemand sieht, was vorher in 2/3 gestanden ist, wenn sie 3/3 lesen. In Misskey wird das etwas eleganter gelöst, aber in Mastodon oder Friendica, leider eher nicht.

Und deshalb denke ich, dass "Ja, Du kannst das hier als Twitter nutzen, aber das macht Deinen Content weniger discoverabel, Dich weniger sichtbar, und Du nutzt 99% der Platform nicht." keine schlechte Sache ist.

@derbruesseler ich b in da viel mehr auf der Schiene von @mikka
Ja, die Software sieht ähnlich aus und hat ähnliche "Knöpfe". Das r es dann aber auch schon fast. Das fediverse, wo Mastodon nur ein Teil von ist, funktioniert auf Grund seiner Strukturen ganz anders. Wie anders das ist merkt man, wenn man sich nach Jahren mal wieder im Birdland rum treibt.

Für mich hat sich das Favorisieren auch im Kopf gewandelt. Technisch hat es hier keine Wirkung außer dem gegenüber etwas zu signalisieren 1/x

@derbruesseler
Ich zeige damit dem gegenüber nur an - ich habe es gelesen/ich stimme zu/ich will gerade nicht Antworten/usw.
Genau das passiert im Birdland nicht. Da ist das Fav ein Mittel um etwas zu Bewirken und den Algorithmus zu füttern.

Und genau das fördert bestimmtes handeln.
Das alles haben wir hier nicht und das finde ich so erholsam und gut. Ich werde nicht getrieben, ich habe keine Angst irgendetwas zu verpassen.

2/x

@mikka

@derbruesseler
Oberflächlich sind sich Birdland und Mastodn ähnlich aber die Mechanismen grund verschieden.
Und an der Stelle kommen noch die ganzen anderne Tools dazu wie Pleroma, Plume, Misskey, Pixelfed, Friendica usw. die alle ihre eigene Charaktrika mitbringen. Und genau damit ist gar kein Vergleich mit Birdland mehr möglich - weil das Birdland das gar nicht kann
3/x

@mikka

@mikka @UlrikeHeiss

So habe ich das noch nicht betrachtet:

"ActivityPub stellt, ganz aktiv, den Nutzer nach hinten. Das Kernstück des ActivityStream Protokolls ist das Object, nicht die Person. Damit sind z.B. Nutzer halt auch zwischen Instanzen erst mal nicht sichtbar (Stichwort: wie finde ich jetzt meine Blase?) und selbst die Aktivitäten von Nutzern nicht immer föderiert."

Danke euch beiden für den Input!

@mikka Da schauen wir von unterschiedlichen Seiten drauf, glaube ich. Das mit den Hashtags hatte ich noch gar nicht richtig verstanden, mich nur gewundert, dass ich mitunter wenig finde über Hashtags.
Was ich witzig finde: du scheinst die Haltung zu haben, dass man gefunden werden möchte. Das klingt für mich wie das, was du den Leuten von Twitter vorwirfst.
Mir ist es relativ wurst, ob ich gefunden werde, solange meine Bubble gemütlich ist.
Alles andere sind technische Probleme, oder?

@UlrikeHeiss Ja und nein. Als Admin bekomme ich Fragen wie "ich habe X getrötet und meine Bubble sagt, sie haben das nicht gesehen" oder "wie finde ich denn jetzt meine Medizinerbubble."

Und dann schreibe ich immer wieder, dass ActivityPub ein Protokoll ist um Aktivitäten gegenüber Objekten zu publizieren. D.h. wenn ich Dein Ding favorite, dann nur um Dir zu sagen "habe ich gesehen, finde ich interessant," aber nicht meinen Followern "das ist interessant." Wie @crossgolf_rebel
schon sagte, das bedeutet auch, dass die Interaktionen nicht in einer Community sondern immer 1:1 sind.

Und daher meine Aufforderung, mehr Sachen in's Fediverse zu bringen, die 1:1 interagiert werden. Z.B. Deine YouTuber, Deine Podcaster, Deine Blogger:innen). Kurz-Content wie von Mastodon ist auch Content, aber aktiv weniger verbreitet und aktiv weniger discoverable.

@UlrikeHeiss
Ich mache hier in dieser Welle als Teil von Mentoren mit um Neulingen Hilfe zu bieten. Und leider sehe ich da immer wieder das was @mikka beschrieben hat in seinem Anfangspost.

Ich habe zu Beginn auch nach Menschen gesucht und bin irgend wann von allein umgeschwenkt und habe nach Inhalten gesucht und teile diese wieder.
Ich habe mehr Menschen über deren Inhalte kennen und schätzen gelernt als ich das im Birldland je hatte.

@mikka ääähm twitter war und ist auch ein fluss wo man selbst infos holt

@sherold
Wie unter Menschen eben 😉
@mikka @Aarkon

@ebinger "Auf zu bringen" - und Du merkst, wie Du einen Client im als Netzwerk bezeichnest?

Mastodon ist kein Netzwerk. Mastodon ist eine App zur Teilnahme am Fediverse. Für WordPress Nutzer:innen mit ActivityPub Plugin, Misskey Nutzer:innen, PeerTube Nutzer:innen, Autor:innen bei der Zeit, New York Times, Plume Autor:innen, Pixelfed Nutzer:innen, etc. ist das selbe Protokoll, die selbe Datenlage auch präsent.

Content wird als "kommentierbar" und "reagierbar" markiert, und dann nutzt Du Mastodon, ich Misskey und PeerTube, um diesen Content zu kommentieren.

Dein "Like" wird z.B. hier nicht gesehen. Wenn Du etwas magst, dann bekomme ich das nicht mit, außer ich schaue mir den Content auch an.

Ach, und als Mod: stelle Deinen Client, die Mastodon Instanz die Du nutzt, bitte mal auf 5000 Zeichen oder so. Threads werden nämlich im Fediverse auch nicht so behandelt wie auf Twitter :(

@ebinger
Favs haben außer für den der sie verteilt, keine Wirkung über den Placeboeffekt hinaus. Warum sollte man dann das auch noch Prominetn darstellen, wenn es erstens nicht so funktionieren soll wie im Birdland und zweitens nicht mehr aussagt als "habe ich gelesen/stimme zu/ usw,"

Das verhindert doch nicht, das man sich hier als stiller Mitleser tummeln kann.

Boosten funktioniert doch, alle die dir folgen bekommen den Boost zu sehen.

@mikka

@Erdrandbewohner @mikka So unterschiedlich sind die Wahrnehmungen und Erfahrungen. 🙂 Ich kenne viele Neulinge, welche die Flut an selbst geschriebenen Leitfäden und Regelwerken nerven. Das sich nur ein Bruchteil wohlfühlt liegt IMO am mangelnden Content und nicht an Verständnisproblemen.

@crossgolf_rebel @mikka Vielleicht hatte ich auch eine untypische Birdland-Nutzung, das kann ich nicht beurteilen, aber ich habe das eigentlich dort genauso gemacht, dass ich Leute über Inhalte gefunden habe und über das, was andere geteilt haben. Ich sehe doch auf Twitter gar nicht, was meine Bubble liked, außer ich schaue aktiv nach. Ich hab dort ja auch eine chronologische TL bisher. Auf der Ebene sind die Unterschiede nicht so groß.

@me Wahrscheinlich. Aber @Gargron ist ja ziemlich klar, dass Mastodon kein Netzwerk ist und nicht für z.B. den Scheiß den ich auf meiner Misskey instanz verzapfe, verantwortlich ist.

Genau wie die Macher von Outlook wohl eher weniger dafür belangt werden können, wenn ein Apple Mail Nutzer einer Newton Nutzerin ein Dick Pic schickt. Outlook Mail, Apple Mail, und Newton nutzen alle SMTP und RFC 6854 zur Kommunikation.

Und ich mache Mastodon da keinen Vorwurf, die sind da ziemlich klar. Klar wird gefeiert, dass Menschen nicht "in's Fediverse" sondern "auf Mastodon" gehen, aber so richtig vergällen kann ich's denen auch nicht.

@SimonWpt @Erdrandbewohner " Das sich nur ein Bruchteil wohlfühlt liegt IMO am mangelnden Content"

Yay, wir haben Übereinstimmung. Ich denke, der Unterschied ist, dass ich sage "der Content ist da, man muss nur umdenken wie er da ist."

@ebinger @crossgolf_rebel Nur lokal. Wenn ich etwas auf medic.cafe fave, dann siehst Du das auf bildung.sozial nur, wenn Du mich auf medic.cafe besuchst. Du kannst auch nur da sehen, wie viele Menschen mir folgen und wie vielen Menschen ich folge. Und Du kannst meinen Content auch nur da sehen, außer ich erwähne Dich, oder Jemand den Du kennst kommentiert mich.

@mikka, deine Aussage, dass Kurzcontent weniger discoverable sei, verstehe ich nicht. Hat das technische Gründe? Was ist an einem Mastodon-Post anders als an einem Peertube-Video?
@crossgolf_rebel

@UlrikeHeiss @crossgolf_rebel @mikka der Unterschied ist nur in erster Linie gar nicht in Deine Nutzungsintension, sondern die Möglichkeiten und Prinzipien, die Dir T vorgibt die Plattform zu nutzen. Die TL wird auf den kommerziellen eben nicht vorwiegend Durch Dich beeinflusst (da hast Du nur sehr minimalen Einfluss) sondern vorwiegend durch die für die Plattform gewinnversprechenden Algorithmen.

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@SimonWpt Auch da scheint es unterschiedliche Erwartungshaltungen zu geben. Ich für meinen Teil habe eine perfekte TL, deren Inhalte ich auch lese, weil sie nicht rast. Auch vermisse ich weder Promis noch "Lautsprecher" aka Influencer. Und obwohl ich einst bei Twitter wesentlich mehr Follower hatte und mehr Leuten folgte, hatte ich dort nur ein Bruchteil der Interaktion, wie ich sie hier habe.

These: Wer unterhalten werden will, ist bei Twitter richtig. Wr sich unterhalten will, hier. @mikka

@wolf
Nicht bei einer chronologischen Timeline. Wieso erzählen das hier alle, wenn es einfach nicht stimmt?
@crossgolf_rebel @mikka

@UlrikeHeiss @crossgolf_rebel

Du siehst in Deiner Timeline nur Dinge, die Dich erwähnen oder von Menschen geschrieben wurden, denen Du folgst. Wenn Du auf "Local Timeline" gehst, dann siehst Du auch Sachen, die von den anderen 2.58K Nutzern auf mastodon.green geschrieben wurden.

Das war's. In diesem Thread gibt es dutzende von Personen, die mit mir diskutieren. Weit mehr als die Hälfte dieser Posts siehst Du nicht, weil sie Dich nicht erwähnen und Du diesen Menschen nicht folgst. Du siehst in unserer Unterhaltung also nur einen Bruchteil dessen, was ich sehe und nichts von dem, was einige andere Nutzer sehen.

So, wenn Du jetzt Threads mit Bruchteildaten machst, dann wird Anderen nur der Teil angezeigt, auf den ich mich beziehe. Sagen wir Du schreibst 1/10 bis 10/10 und ich kommentiere 10/10, beziehe mich aber auf den vollen Text, dann sehen Andere den Resttext nicht. Er ist nicht auf ihrer Instanz, nicht in ihrer Timeline.

Wenn Du einen Langtext statt x/x schreibst, dann sehen Andere außer Dir und mir (und in diesem Fall @crossgolf_rebel) den Text auch nur wenn ich kommentiere, @crossgolf_rebel kommentierst, oder Du oder ich den Status teilen.

Ist aber bei Langtext einfacher als bei 1/10-10/10 und passiert selten bis nicht bei Threads.

@mikka
Vielen Dank für die ausführliche Erklärung. Jetzt verstehe ich erst, was du meinst. Damit verstehe ich auch, warum das ein Problem ist.
Wenn ich deinen Ursprungspost anschaue, kann ich aber auch Antworten von Leuten sehen, denen ich nicht folge, dachte ich?

@crossgolf_rebel

@mikka @Erdrandbewohner dann zeig mir bitte als Schwimmer, wo der Content zum Thema Schwimmen liegt.

@UlrikeHeiss @crossgolf_rebel Nur, wenn sie Dich auch erwähnen oder von mir geboostet werden.

Kannst Du die Unterhaltung über ActivityStream vs. ActivityPub vs. Mastodon Eigenweg sehen?

@SimonWpt @Erdrandbewohner Auf deiner Festplatte. Als Schwimmer liesst Du whs Schwimmer-Blogs, schaust Schwimmer-Videos, und hörst Schwimmer-Podcasts. Bringe diese in's Fediverse und Du hast eine geile Methode diesen Content zu kommentieren, zu Bookmarken, zu Liken, und zu teilen.

Das Fediverse ist eben wirklich weniger dafür designed sich zu unterhalten. Das kommt vielleicht mit ActivityPub 3.0, ich habe da so sechs oder sieben CFD's drin, die das einfacher machen, aber es ist gerade keine Funktion des Systems.

Über die Boosts Anderer, denen Du folgst, siehst Du mehr Content, den Du abonnierst. Damit wächst Deine Informationsgrundlage. Du findest nicht "Schwimmer" sondern "Schwimmer Content."

@mikka guuuuute guuuuute Erklärung. ;-) 👍👍

@mikka @crossgolf_rebel Ich habe keine Ahnung, wovon du sprichst, ich bin kein Techie. Ich nutze Mastodon über Tusky und kann unter deinem Post jede Menge andere Posts von Leuten lesen, denen ich nicht folge. Ich finde die Diskussion sehr interessant übrigens!

@me @Gargron @mikka Wenn die Admins einer Instanz entscheiden, dass etwas nicht mit den Regeln der Instanz kompatibel ist, ist das kein "Wahn", sondern Moderation.

Deine Bezeichnung davon als "Block-Wahn" ist übertrieben und ich halte sie für falsch.

Diese funktionierende Moderation ist der Grund, warum ich hier keinen Nazi-Content sehe. Und das ist gut so.

@morre @me Das kannst Du auf Twitter mit einer Blockliste auch haben. Der Nazi Content ist ja da.

Ob du dir selbst, den Admins, oder Twitter vertraust, diesen Content vor Dir zu verstecken, das ist reine Einstellungssache. Der Content existiert, wo die Filter stattfinden (am Endgerät, idealerweise) ist Dir überlassen.

Ich sehe auch keinen Nazi Content. Aber das hat nichts damit zu tun, dass chaos.social den Content blockt. Und auf meinem Misskey Server sehe ich auch keinen content überhaupt. Nicht weil ich einen Admin brauche, sondern weil ich am Endgerät filtere. Was btw. genau das Gleiche ist, weil Blocks immer auf Account-Ebene passieren, manchmal werden halt alle Accounts eines Servers geupdated etwas zu blocken.

Deföderation ist anders, aber auch hier sind Boosts nicht betroffen und erst der Account-Level Block erwischt's.

@Erdrandbewohner @mikka was soll Mensch auf einer Plattform, wo nicht die persönlichen Interessen vertreten sind?

@Erdrandbewohner @mikka Ich kann deinen Tröts entnehmen, das du dich sehr wohl über deinem Interessen unterhältst. Daher verstehe ich deinen Einwurf nicht.

@Erdrandbewohner @SimonWpt @mikka Quatsch, #Papyrologie soll ja sehr im Kommen sein.

@me @mikka Dann nutzt man eben die Instanz dieser Menschen nicht.

Dadurch isolieren sich diese im Zweifelsfall selbst und das ist nicht unser Problem.

Das ist ja der springende Punkt: Du hast die Wahl, welche Instanz du nutzt.

Abgesehen davon würde ich ohne zweimal nachzudenken Instanzen nur anhand des Namens blocken, wenn der sprechend ist.

Meine Timeline ist mein Wohnzimmer, da schmeiße ich Leute raus die mir nicht passen. Als Admin eben nach meinen Instanzregeln.

@mikka Wahre Worte.

@SimonWpt @Erdrandbewohner Jaaa, genau das ist das Argument das ich mache. Danke.

Es ist im Fediverse, weil Objekte > Menschen, genau da so supergeil. DU(!) findest Deine Interessen überall. Auf anderen Netzwerken, Instanzen, Medien.

Das Fediverse ist ein Pub/Sub Service. D.h. seine Protokolle wurde nicht original entwickelt um "Interessen zu finden" sondern einen Standard zu haben, mit dem man von überall Sachen kommentieren und teilen kann.

Deshalb im OP: bringt Eure Interessen in das Fediverse. Fragt Eure Video-Macher auf PeerTube zu gehen, Pudcaster auf Funkwhale, Eure Blogger, ActivityPub zu installieren, etc.

Jetzt hast Du das Fediverse: neuer Content erscheint in einer Timeline und Du kannst den Content kommentieren, teilen, liken. 2005 waren das RSS reader und TrackBack/Pingback. ActivityPub, Microformats, POSSE, IndyWeb, etc. sind die spirituellen Nachfolger von RSS und Pingback: Dein Reader zeigt Dir ein Blogpost von Mikka an, Du schreibst eine Antwort auf Deinem Blog, pingst mich, und die Antwort wird unter meinem Blogpost angehängt.

Dass Du in dieser Timeline auch Content erstellen kannst, das ist etwas "aufgepfropft" und klappt deshalb nicht so gut (wie in in einem anderen Strang schreibe, habe ich entsprechende Änderungen in den CFP eingebracht[1]).

Die nächste Version hat evtl. Objektverknüpfungen. Aber die bestehen halt noch nicht.

[1] Was Du whs nicht lesen kannst oder nicht gesehen hast, weil das Ganze eben in der gegenwärtigen Implementation und dem Standard nicht ganz so gut funktioniert.

@antiphasis @Erdrandbewohner @SimonWpt

"Hier findet man seine Interessen durch posten mit "

Cool, wie viele Posts hast Du denn? Ich habe 403. Du?

"Übrigens wird niemand daran gehindert eine themenspezifische mastodon-, pleroma- oder whatever fediverse-kompatible Instanz aufzumachen."

Als medic.cafe Admin bejubele ich das.

@Erdrandbewohner @mikka du hältst dich sehr am dem Wort "ausschließlich" fest. Tatsächlich gibt es sehr starke Interessen-Bubbles(z.B LGBQT, Linux oder NOAFD), mit denen auch nach außen stark geworben wird. Ich bin mir nicht sicher, ob die User ohne diese Themen hier wären.

@mikka @ManuVerneuil Superspannende Diskussion hier. Als Ziemlich-Newbie (war 2017 mal kurz hier) muss ich sagen: wäre das hier nicht Opensource, sondern Microsoft, wäre genau Dein Toot ziemlich gruseliges “ZIEH ALLES ZU UNS NUR DANN WIRST DU GLÜCKLICH”. Ich verstehe auch den Punkt nicht, warum ich zB mein Blog ins fediverse ziehen sollte. Und ich fand es auch sehr schwierig, nach meinen Interessen (Laufen, Radeln, Backgammon uä) eine schöne Instanz zu suchen, oder überhaupt Content zu finden.

@antiphasis @Erdrandbewohner @SimonWpt Le Sigh.

Tags propagieren nicht. Das ist was ich versuche, Dir zu zeigen. Tags sind nur zur Organisation innerhalb Deiner bestehenden Bubble. Wenn Du nach einem Tag suchst, dann findest Du ausschließlich Objects, die auf Deinem Server bestehen (Local Timeline) und Posts, die Du schon subscribed hast.

Deshalb habe ich Dich gefragt, wie viele Posts zu Du findest.

Tags sind **keine** Lösung für Discoverability.

Du findest keine Interessen durch Posten mit Tags, weil Du meine Nutzer oder die mastodon.social Nutzer oder die mastodon.online oder mastodon.bayern, etc. etc. nicht damit findest.

@me @mikka Diesen Punkt kann ich nicht nachvollziehen. Auch wenn es keine andere Dienste ausser Mastodon gaebe, waere es trotzdem eine Foederation. Das ist die Bezeichnung der Netzwerktopologie, und Mastodon nutzt dazu ein standartisiertes Protokoll und weiss ueberhaupt nicht, welche Software am anderen Ende ist.

Ich entwickle Mastodon und bewerbe es auch demnach. Da kann ich bestimmte Dinge garantieren. Ich sehe mich nicht dazu verpflichtet, Marketing fuer andere Projekte zu tun.

@Gargron @me Absolut und verständlich.

Microsoft entwickelt Outlook und bewirbt es auch. Outlook spricht NNTP (ja, tut es noch) und SMTP/RFC6854, etc. Microsoft hat kein Interesse daran, Apple Mail zu bewerben.

Gleichermaßen wäre es falsch, vom Outlook Network zu sprechen, wenn Menschen eMail versenden. Es wäre für Google absolu falsch, "Gmails zu verschicken," etc.

Das präkludiert die Verwendung Deiner Software nicht. Chacun à son goût. Mastodon hat eine UX und UI, die gewisse Nutzer anspricht und Familiarität hat. Ich mag meine größere Eingabefläche, das "Drive" und die UX für Threads auf unserem Misskey Fork, aber das ist ebeb mein Chacun à son goût.

Du kannst natürlich auch auf Zot6 umsteigen oder das Protokoll vollständig inkompatibel machen, damit wären Menschen dann im Mastodon Netzwerk. Aber wie der Inder, der damals behauptet hat, eMail erfunden zu haben weil er einen der ersten UUCP Mail Clients geschrieben hat, finde ich die "Mastodon Netzwerk" Zeile bedenklich.

@Gargron Um Marketing geht es doch gar nicht. Es geht vielmehr um eine korrekte Kommunikation. Zu viele Artikel sind erschienen, in denen Mastodon und #Fediverse als identisch dargestellt wurden und wo kein Widerspruch erfolge. Sogar den Ausdruck "Mastodon Netzwerk" habe ich angetroffen. Wenn solchen Missinformationen nicht entgegnet wird, öffnet es die Türe für verschiedenen Spekulationen - und das möchte ich auch nach 7 Jahren #Fediverse nicht. @me @mikka

Es gibt Relays, die man als Instanzbetreiber abonnieren kann und darüber erreichen dann auch Hashtags die Instanz die man sonst nicht bekommen würde.
@antiphasis@Erdrandbewohner@SimonWpt@mikka

@SimonWpt @mikka @Erdrandbewohner Frage an die erfahrenen Dickhäuter hier: bei mir ist’s ähnlich; Laufen ist in meinem Leben wichtig, aber hier kein Ding. Glaubt Ihr, ich könnte das ändern, indem ich mir ne eigene Instanz running.social oä aufmache? Oder belanglose Lauferlebnisse in die Welt tröte?

@Erdrandbewohner @SimonWpt @mikka Danke! Dann spar ich mir erst mal das Invest an Zeit und Geld… Vielleicht sind Spezialthemen einfach “dort drüben” besser zu Hause, weil dort einfach viel mehr Menschen sind, und man so mehr kritische Masse für die hat?

@Erdrandbewohner @Mastokarl
Ich hatte auch schon mal drüber nachgedacht, eine eigene Themen Innstanz aufzumachen, aber wenn man da schon einen Nischensport ausübt und dafür noch eine eigene Instanz, da lohnt die Arbeit nicht wirklich. Ich liebe meine n Sport aber ich bin auch nicht einDimensional und habe noch viel mehr Interessen.
Dann kann ich mein Thema auch auf meiner Instanz verbreiten und ggf kommen dann Menschen dazu.
Gib allen noch ein wenig Zeit und sorge für Inhalte
@mikka

@SimonWpt
Sehe Ich tendenziell auch eher so. Und vermutlich kann ich im Fediverse (oder in Teilen davon) wie auf Twitter unterwegs sein. Gleichzeitig liegt es an uns und der Kultur auf den Instanzen, wohin es geht und wie wie es gestalten. Ich nehme im Fediverse Kommunikationskulturen als sehr divers wahr. Und damit habt ihr dann wieder beide recht.
@mikka

@crossgolf_rebel @mikka das mag für uns so sein, aber vielen Leuten sind Technik und Strukturen egal oder fremd. Sie nutzen einen Dienst und entweder funktioniert dieser oder er funktioniert nicht.

@derbruesseler na ja, mann sollte doch zumindest in der Lage sein sich Grundkenntnisse anzulesen/zuzulegen.
Das macht jede/r auch wenn er versucht Fahrradfahren zu lernen oder andere Tätigkeiten.
Wie kommt man auf die Idee, das das in der IT Welt nicht so sein muss?
@mikka

@derbruesseler @crossgolf_rebel Aber auch dann, und besonders dann, macht es Sinn Menschen darauf hinzuweisen, dass manche Sachen anders sind.

Meine Freundin ist noch nie im Leben Automatik gefahren. Musste sie erstmal hinweisen, dass man da mit dem rechten Fuß beide Pedale bedient.

Dazu muss sie kein Automechaniker sein, aber das Fehrerlebnis und die Sicherheit sind um einiges höher, wenn man sowas weiß und nicht "ich kenne das, ich komme von einem Schaltgetriebe, halt die Fresse" sagt.

Oder wenn man etwas Faved und nichts ändert sich. Oder wenn man sich wundert warum man von 900+ Likes pro Tweet auf ein Fave per Note gefallen ist und dann beleidift abzieht (mehrmals gesehen).

@Montag Das mit den Relays kann praktisch sein, wo genau stellt Du das ein?

Ich glaube bei Hubzilla ist alles immer prinzipiell Lokal und nicht serverüberfreifend druchsuchbar außer Ding die man im Profil angibt- diese Dingen werden über den Directory Server in einen Index abgelegt den man serverüberfreifend durchsuchen kann:

https://hub.netzgemeinde.eu/directory

(groß uns Klein Schreibung beeinflusst bei manchen Servern das Ergebnis)

Bei Friendica und Hubzilla gibe es auch eine Volltextsuche die alle öffentlichen Beiträge die auf einem Server gespeichert sind durchsucht. Bei Hubzilla ist diese auch öffentlich zugänglich:

https://hub.netzgemeinde.eu/search?f=&search=schwimmen&submit=Suche

@SimonWpt @Mikka

@mikka Danke! 💡 Ich bin auch einer der "Neuen". Und das hatte ich noch nicht so richtig verstanden. 🙏

Ich dachte, ich könnte über Tags zu den Themen, welche mich interessieren, direkt alle passenden Posts finden. Wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, funktioniert das aber so nicht? 😞

Sondern es geht eher darum über Inhalte welche man abonniert hat zu diskutieren? Die Herausforderung ist also "Content-Publisher" zu finden und zu abonnieren?

@antiphasis @Erdrandbewohner @SimonWpt

@mikka

würde mich freuen, wenn es dazu auch ein bisschen Diskussion gäbe.

Ich denke, du kannst da zufrieden sein oder ;)

@wolf 100% absolut! Und ist das nicht, warum wir das Fediverse lieben? Respektvoller Diskurs?

@morre @me @gargron @mikka Eine Nummer kleiner als N...i-Content ging es nicht?

Natürlich gibt es gerade im Fediverse völlig überzogenes Instanzgeblocke, dem ich als User in dem Moment einfach ausgesetzt bin. Wenn dann Leute aus der Timeline verschwinden oder man nur einen Bruchteil von Diskussionen lesen kann, ist das auch frustrierend bzw. muss man das erstmal mitbekommen.

@crossgolf_rebel @mikka ich befürchte, dass Du die Mehrheit unserer Gesellschaft überschätzt.

@encarsia Überzogen liegt immer im Auge der Betrachter*innen.

Ich kann die Frustration verstehen. Aber ich bin mir auch sicher, dass es Gründe für Instanz-Blocks gibt.

Und wenn die sind „Admins reagieren überzogen“, dann stimmt man mit den Füßen ab und geht woanders hin, ich sehe das Problem noch nicht so ganz?

Und klar ginge es ne Nummer kleiner als Nazicontent, aber das war nun mal das erste Beispiel das mir eingefallen ist.

@morre Es mag Gründe geben und ich darf sie mitunter fadenscheinig, überzogen und paternalistisch finden.

Instanzwechsel dann wohin?

Wenig moderierte Instanzen werden tendenziell eher von stärker moderierten ausgeschlossen. Habe ich Kontakte zu beidem, bleibt mir am ehesten eine der großen Instanzen, die von fast niemandem geblockt werden (Zentralisierung) oder ich mache eine der unzähligen Single-User-Instanzen auf, die muss man dann aber auch erstmal aufsetzen und betreuen können (Kompetenz, Zeit, Geld).

Alternativ lebt man mit mehreren Accounts. Nervt irgendwo auch. BTDT.

Ich finde das, wenn man das alles versucht durchzudenken, eben nicht so klar und einfach mit "dann geh doch nach drüben" abgetan.

Und natürlich zieht das N...Content-Argument immer, weil genau das ja niemand in Frage stellt. Es gibt aber genug nicht so klare Fälle, wo einfach weggeblockt wird, weil ein User dummes Zeug labert oder man generell die Instanz-Klientel nicht mag (gern mal despektierlich als XYZ Bros bezeichnet).

@encarsia Kann ich alles nachvollziehen.

Aber als Admin ist es nun mal meine Instanz. Wie es auf chaos.social heißt: Das ist unser Wohnzimmer.

Eine gute Lösung kenne ich leider auch nicht. :/

@morre Ich sehe eine Instanz eben mehr als ein Mehrparteienhaus - man begegnet sich im Treppenhaus, wechselt vielleicht ein paar Worte, nimmt auch mal ein Paket an oder hilft den Einkauf hochtragen. Aber letztlich kann ich in meinen vier Wänden machen, was ich möchte und auch Besuch empfangen, den ich nicht beim Vermieter vorstellen muss, solange ich die Nachbarn nicht störe.

@derbruesseler
Ich weiß es nicht. Nicht über schätzen sondern ich sehe da geistige Faulheit und die wird sich schöngeredet
@mikka

@Eugen
"Diesen Punkt kann ich nicht nachvollziehen. ..(..)
Ich entwickle Mastodon und bewerbe es auch demnach. Da kann ich bestimmte Dinge garantieren. Ich sehe mich nicht dazu verpflichtet, Marketing fuer andere Projekte zu tun."


Es ist schon negativ aufgefallen, dass in den letzten Wochen vor Dir in entsprechenden Interviews ausschließlich von dem Produkt der Mastodon gGmbH die Rede war. Ein zwei Sätze zu anderen Diensten und der Möglichkeit sich mit diesen andern Diensten zu verbinden bzw. die Erwähnung der Idee des Fediverse wäre schon nice gewesen und hätten auch nicht wirklich dem Marketing des Produktes der Mastodon gGmbH geschadet.

@Mikka @the.floof.GOD @ɟloʍ @hiker

@chris @Gargron

Gute(!) Open Source Projekte machen das Hacken einfach, die Community inklusiv, und haben auf ihren Seiten einen Link zu "ähnliche Projekte, falls unseres nicht ganz so in Deine Tasche passt."

Diese Welt gibt es nicht mehr. In kleinen Ecken des Open Net sind solche Sachen noch normal, aber ob das WordPress oder Mastodon ist, wenn eine gewisse Sättigung erreicht ist, dann wird aus dem offenen Project ein Weltherrschaftstraum der/des Entwicker:ins. Das passiert halt nunmal, kann man nicht viel gegen machen.

Mit Sättigung kommt auch die Sicherheit, dass man nicht mehr aus dem Rennen geforked wird. Und damit kommen gewisse Verhaltensweisen, die vorher nicht der Fall waren.

Dieser "Ansturm" wird auch vorbeigehen. Ich weiß von zwei Gruppen, eine die einen Fediverse Instanzserver entwickelt, der mehr der Community- und Contentbildung entgegenarebitet und eine, die einen Quora-Clone für das Fediverse schreibt. Beide werden das Netz bereichern und so lange Eugen weiter ActivityPub unyterstützt wird der Masto-Hype diese Projekte (wie auch unseren Misskey Fork, etc.) boosten. Ob er uns erwähnt oder nicht, seine Nutzer sind der Mehrwert für unsere Nutzer :)

@Hiker @wolf @mikka@my.medic.cafe

@chris@im.allmendenetz.de Und wenn er ActivityPub wegnimmt, dann wird es eine massive Abwanderung aus Mastodon zu Hubzilla, Misskey, etc. geben. Also so oder so, kein Verlust für uns.

@Gargron@mastodon.social @Hiker@social.fedcast.ch @wolf@social.solibre.de @mikka@medic.cafe

@encarsia @morre schönes Bild. Da gibts aber immer auch noch die Hausigentümer:innen, die bei schwerwiegendem Vertragsbruch und Missachten der Hausregeln die Mieter:innen nach Abmahnung und wiederholten Verstößen notfalls rausschmeißen können.

@crossgolf_rebel @mikka eher Desinteresse oder kein Bezug zu IT/Digitalisierung/digitaler Mediennutzung & Kommunikation. Wir sind hier in einer (elitären) Filterblase, die Realität sieht anders aus und das muss uns bewusst sein.

@derbruesseler
Das ist mir bewusst. Das ist aber der Normalzustand und nicht die anderen.
Wer das lernen verweigert, hat sich schon aufgegeben. Undbichbakzeptiere nicht, das das das normal sein soll.
@mikka

"Ich sehe eine Instanz eben mehr als ein Mehrparteienhaus - man begegnet sich im Treppenhaus, wechselt vielleicht ein paar Worte, nimmt auch mal ein Paket an oder hilft den Einkauf hochtragen. Aber letztlich kann ich in meinen vier Wänden machen, was ich möchte und auch Besuch empfangen, den ich nicht beim Vermieter vorstellen muss, solange ich die Nachbarn nicht störe."


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Da gibts aber immer auch noch die Hausigentümer:innen, die bei schwerwiegendem Vertragsbruch und Missachten der Hausregeln die Mieter:innen nach Abmahnung und wiederholten Verstößen notfalls rausschmeißen können.


Genau so ist es und darüber muss man sich Gedanke machen. Die gute Nachricht ist: es gibt funktionierende Lösungen: Man klont seinen Account auf beliebt viele Server und die Klons bleiben immer synchron. Wenn ein Klon auf einem Server (Haus) aus was für einem Grund auch immer ausfällt, sind die anderen Klones weiter erreichbar. Ein Account kann so nicht mehr aus dem Fediverse gelöscht werden, es sei den alle "Hauseigentümer" sind sich einig - was nie geschehen wird - aber selbst dann bliebe noch der eigene Hausbau - das Selberhosten. Das mit dem KLONEN funktioniert bei Hubzilla und Zap seit Jahren.

Wenn ich das richtig verstanden habe; gibt es nun in AP Spezifikationen das man sowas auch eben mit Activitypub umsetzen kann. Stimmt das @Eugen ??

@ɟloʍ
@Mikka
@Morre
@Anke

@wolf @morre Ich verstehe ja den Ansatz und gehe auch zu einem gewissen Teil mit, präferiere aber eine liberalere Handhabung bei der Auslegung und dem Zulassen von Inhalten.

@encarsia @morre ich selber fahre da auch eine sehr offene Strategie: Blocke auf meiner Instanz bisher keinen anderen Server und nur genau 2 Accounts stehen auf mute. Aber ich hab gut schreiben und letztlich leichtes Entscheiden, ich habe ja nur meine eigene singleuser Instanz ;) Persönlich vertrete ich die Meinung, dass ich lieber sehe was die Leute jenseits meiner Auffassungen so treiben, als den Kopf in den Sand zu stecken. Aber ich weiß ehrlich nicht, wie ich das entscheiden würde, wenn ich hier Verantwortung auch für andere User:innen hätte.

@antiphasis @mikka Ich mach das wie du: über etc. fand ich schon mal die raren Leute, die sich für ähnliche Sachen wie ich interessieren und andere fanden mich auf die Art. Von völlig unterschiedlichen Instanzen. Ist für mich der einfachste Weg, sich zu vernetzen.