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Enno hat gestern auf Twitter eine Umfrage gestartet (https://twitter.com/ennolenze/status/1525802240807780354).

Ich teste selbige mal hier im Fediverse:

Mir scheint, dass in Deutschland viele Leute am Bargeld festhalten. Würdet ihr in einem Geschäft/Museum/Restaurant/wasauchimmer kaufen, welches nur Karte (EC, Kredit) nimmt?

Gerne Reboost für genaueres Ergebnis.

@mthie Die Umfrage ist ganz schön tendenziös aufgebaut. Natürlich ist es bequem mit Karte oder Uhr zu bezahlen, aber es blendet eben den Datenaspekt völlig aus. Es wäre eine Katastrophe, wenn es keine Alternative zur Überwachung unseres Zahlungsverkehrs gäbe. Aktuell ist diese Alternative noch Bargeld und wir sollten uns endlich mal auf eine anonyme digitale Variante einigen. Diese wäre dann auch so bequem.

@mthie habe in den letzten paar woche mehrere löden besucht wo diede kartenterminals ausgefallen ains und man nur cash zahlen konnte - 90% waren verzweifelt weil sie nix kaufen konnten … cash muss bleiben

@bjawebos @mthie ja, es ist trivial, vorauszusagen, dass natürlich eine Mehrheit nicht auf den Kauf verzichtet, wenn es keine andere Wahl gibt. Eine sinnlose suggestive Umfrage in der Form, wie ich denke.

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@mthie
Die Frage erübrigt sich.
Man sieht angebotene Zahlmöglichkeiten ja eh meist erst an der Kasse und nicht bei der Entscheidung ob man den Laden betritt. Als Deutscher hat man also immer Bargeld dabei und entscheidet sich für anderes wenn möglich und bequemer.

(ausgenommen Läden in die man aus Gewohnheit geht)

Bargeld muss also als kleinster gemeinsamer Nenner immer angeboten werden.

@mthie Abgesehen davon, dass diese Umfrage etwas tendenziös ist, finde ich dass wir beide Möglichkeiten behalten sollten.
Ich wäre schon dafür bargeldloses Bezahlen flächendeckend zu ermöglichen (Menschen mögen das ja offensichtlich). Allerdings bin ich dagegen dafür Bargeld als alternative Option abzuschaffen.

Ein digitales Zahlungssystem sollte mMn mindestens folgende grundlegende Anforderungen erfüllen: Unabhängigkeit, Universalität, Barrierefreiheit, Datensparsamkeit, Robustheit (u.a. ggü. Ausfall und Abschaltung) und Nachhaltigkeit.
Aktuelle Lösungen haben aus meiner Sicht in allen Punkten Defizite gegenüber Bargeld.

@mthie die frage ist halt stark vom need der dienstleitung oder des Produktes abhängig

@mthie Bargeld nervt massiv, aber mit der Geldwäsche wird's leider doch auch kompliziert, wenn wir es 2065 überwinden.

Hier 👆 hast du übrigens die paranoiden Berufsempörten, @enno 🤐

@oliver @mthie Wieso nervt Bargeld denn? Weil es so schwer ist und die Taschen ausbeult? 🤔

@oliver @mthie
Naja, Bargeld bietet leider diese Möglichkeit. Aber deswegen  nervt es doch nicht. Supermärkte nerven doch auch nicht, nur weil sie Ladendiebstahl einfach machen.
Außerdem braucht man ja nur den Umfang von Bartransaktionen einzuschränken, um diesen Weg der Geldwäsche zu erschweren.

@mthie
Natürlich nicht.
"No income, no service", oder was wird da gespielt?
Eine der größten Unverschämtheiten, die hier im Alltag so einfach weggesteckt werden und als normal gelten.

@mthie ich lasse mal die Antwort von @nblr auf twitter hier https://twitter.com/nblr/status/1525852557633015809?s=19 und ja er hat vollkommen recht.

@D_70WN vollkommen = "seinem Wesen entsprechend voll ausgebildet und ohne Fehler, unübertrefflich" = es gibt keine zulässige Gegenmeinung.

Sehe ich anders.

@mthie Ist okay. Aber es ändert nichts an pro Bargeld,
1. Es ist gesetzliches Zahlungsmittel.
2. Anonym, sprich Datenschutz freundlich.
3. Grenzt nicht aus, weil nicht je Mensch eine Kreditkarte bekommt.

@mthie
Tatsächlich zahle ich fast nur in bar.
Bei kleinen Budgets ist es so leichter den Überblick zu behalten und ich habe auch öfter kein Handy dabei.

@winterdienst Ist das so, ja? Nimmst du in der Eisdiele auch immer fleissig den Bon mit, um am Ende des Monats im Kassenbuch genau zu wissen, wo welches Geld hingegangen ist?
Ich sehe das naemlich einwandfrei auf meinem Kontoauszug. Aber nicht, wenn ich das mit Bargeld mache.

@mthie
Jedem die Kontrolle die Mensch braucht 🤷‍♂️
@winterdienst

@mthie Ich zahle gern und häufig mit Karte, aber ich habe immer auch die im Blick, die auf Bargeld angewiesen sind. Wollen wir wirklich, dass in Zukunft Menschen, die von bestimmten Leistungen abhängig sind, möglicherweise ein Museum/Restaurant/wasauchimmer nur besuchen oder einen Artikel nur kaufen dürfen, wenn es das jeweilige Amt für notwendig/angemessen/wasauchimmer hält?

@FrauHase7b4
Danke für dein Plädoyer.
Bin auch für die Beibehaltung von Bargeld parallel zum bargeldlosen Zahlungsverkehr.
Wenn mich jmd um ein paar Euro anhaut, weil Mensch Hunger hat, dann kann ich ihn nicht von der Bezahlkarte abbeißen lassen/mit ihm einkaufen gehen. Außerdem Straßenmusiker, Flohmarktverkäufer, Kunsthandwerkermarkt, etc. Viele kleine Läden nehmen nur Bargeld.

Wem ich Bargeld gebe (nein,kein Geldkoffer...) weiß nur ich - soll so bleiben.

@mthie

@radfahrer
Genau. Ich habe nun nur ein Handy und Karten mit anstatt noch Bar dazu.
Deutschland ist eben so rückständig dass es keine Entwicklung bezüglich Bargeld gibt.

Wenn schon Bargeld, dann gib mir die Möglichkeit Münzen überall gegen Scheine austauschen zu können; oder beim zahlen einen Münzenzähler; oder schafft .99 Preise ab - was soll ich denn mit den ganzen 1-2 oder 5 cent Münzen?

Und vor allem "anonym" ist man nicht. Man wird überall gefilmt.

@oliver @mthie

@loveisgrief @radfahrer @mthie An der Stelle bin ich sehr dankbar für die Selbstzahler-Expresskassen bei Rewe. Sack mit Kupfergeld mit zum Einkauf, beim Bezahlen reinkippen und den Rest noch kurz nachwerfen. 😌

@mthie Schade, dass eine bestimmte Freiheit als Zwang interpretiert wird, gar als "Deutschland ist rückständig".

Und natürlich wird der Knüppel "Geldwäsche" aus dem Sack geholt, um ein gewaltiges Einzelargument auf viele berechtigte Fragen gegen zu halten.

"Berufsempörte" .. Leute, das geht gar nicht! Leider sind auch sehr herablassende Antworten hier zu finden, weshalb ich auch meine Kontaktliste gleich gesäubert habe..

@drazraeltod @mthie "Als Deutscher hat man (also) immer Bargeld dabei"? Nein. Übrigens war ich, als ich 2006 nach Deutschland zog (und bei meinen Familienbesuchen zuvor), überrascht, wie "schlecht" man in Deutschland bargeldlos zahlen konnte. Da waren Belgien, Grossbritannien usw. damals schon viel weiter. In Belgien gab es damals sogar ein extra System für Kleinstbeträge.

@oliver ich merke es…

@tri Der heute Ausfall zeigt: die Leute sind sehr gut beim Lesen der Überschriften, aber sehr schlecht beim Lesen der Inhalte.