Social.Solibre

Eine richtige Veranstaltung! Mit Leuten! 80 Leute vor Ort und 40 Online. Wir machen die Grenzregion zwischen den Meeren smart. 🤓

Wer reinschauen will und kein Problem mit Miro und Zoom hat, kann hier klicken: https://miro.com/app/board/uXjVO3pYQN8=/

@kaffeeringe noch ne App? *duckundweg*
Schau ich mir mal an, sieht interessant aus.

@ruoff Es geht auch im Browser.

Der Bürgermeister von sagt gerade, er will, dass alle Menschen auch ohne Auto leben können. Den Satz kenn ich doch irgendwo her, @SheDrivesMobility 😬

@kaffeeringe
von einem Leben ohne Auto träumt sicher jeder Zweirad 🚴

@SheDrivesMobility

@kaffeeringe
von einem Leben ohne Auto träumt sicher jedes Zweirad 🚴

@SheDrivesMobility

@kaffeeringe @SheDrivesMobility Ich behaupte auch mal: Die meisten können das auch. Frage ist, ob sie es auch wollen? Habe schon so manchen Leuten erklärt, wie sie ohne Auto klarkommen, aber viele sind es so gewöhnt und können es sich nicht ohne vorstellen. ZB zur Arbeit fahren von Gaarden in die Wik oder nach Wellingdorf. Geht auch mit Rad und Bus. Die wenigsten haben gar keine Alternative.

@kielkontrovers @SheDrivesMobility njoar, es gibt schon viele Orte, bei denen man mit dem Fahrrad den Autos schon sehr in Weg ist. Die Kita ist im Nachbarort. Der Job im nächsten. Ne ehemalige Kollegin hat immer gelacht, wenn sie die Fahrradpläne gehört hat. Die wohnt aufm Dorf. Kind 1 fährt sie in die Kita, Kind 2 fährt sie in die Schule. Das dritte radelt selbst. Dann fährt sie zur Arbeit nach Kiel rein. Da weiß ich halt auch nicht, wie das mit Fahrrad, Bus und Bahn gehen kann.

@kielkontrovers @SheDrivesMobility Aber klar, das ist nur ein einzelnes Beispiel. Und es würde helfen, wenn die ein paar Strecken weniger mit dem Auto machen müssen.

@kaffeeringe @SheDrivesMobility gut, es gibt so Fälle. Allerdings muss man sich da auch mal fragen, warum man sich irgendeinen Ort aussucht, bei dem dann Arbeit und Kita noch mal woanders sind. Viele Leute, wie ich, wählen ihren Wohnort nach Erreichbarkeit von Infrastruktur. Man kann natürlich auch irgendwo hinziehen und sich dann beklagen, dass alles so weit weg ist. Just sayin'

@kaffeeringe @SheDrivesMobility auf jeden Fall lehne ich es ab, dass wir in der Stadt mehr Straßen bauen, damit Leute, die gerne mehr frische Luft suchen auf dem Lande schneller und öfters reinfahren können.

@kielkontrovers @SheDrivesMobility Wenn alle das machen würden, könntest Du Dir Deine Wohnung nicht mehr leisten. Stattdessen würden Städte noch stärker wachsen und Dörfer sterben.
Du hast ja Recht: Ein Schlüssel ist es Nähe zu organisieren. Aber ich glaube nicht, dass das vor allem die Fragen individueller Konsumentscheidungen ist.

@kielkontrovers @SheDrivesMobility Wie sind wir denn jetzt bei diesem Thema gelandet!? 😆

@kaffeeringe @SheDrivesMobility Naja, wenn man mehr Mehrfamilienhäuser bauen würde und auch die Siedlungsstruktur steuern würde, würden Leute natürlich auch da wohnen, wo der Bus (oder Zug) hält. Aber Leute suchen oft was Abgeschiedenes. Das hat dann Nachteile.Schlimmste sind Tiny Houses irgendwo im Wald ohne bestehende Infrastruktur. Besser der Mensch wohnt, wo schon Infrastruktur ist.

@kaffeeringe @SheDrivesMobility So ist es halt. Die Leute, die am Theodor-Heuss-Ring/B76 wohnen haben oft keine Wahl,

@kaffeeringe @kielkontrovers @SheDrivesMobility ich würde gerne noch meinen Fall schildern: ich habe lediglich 28km zu überwinden, um meine Arbeit zu erreichen, es gibt aber lediglich eine Zugverbindung mit Umsteigen, bei der ich 1,5h pro Strecke unterwegs bin. Es sind 300 Höhenmeter (davon ca 2/3 innerhalb von 5km zu überwinden)-ich habe es mit dem Fahrrad ausprobiert, wegen den Autos ziemlich gefährlich. Komplette Story: https://linuxundmehr.de/2019/02/16/wie-kommen-sie-eigentlich-zur-arbeit-oder-die-zukunft-der-mobilitaet/

@andreS @kaffeeringe @SheDrivesMobility Wie fährst du denn bisher? Einfache Fahrt scheint ja auch schon eine Stunde zu sein mit einem Auto. Sind 2 Stunden pro Tag. Und wie bist du zu deinem Wohnort gekommen? Ich würde ja eher sagen man kann auch seinen Wohnort verlagern, wenn denn der Job sicher erscheint. Weiß man ja nicht immer. Mir scheint aber die Ecke wählt man nicht, weil man schnell irgendwo hin kommen will?

@kielkontrovers @kaffeeringe @SheDrivesMobility
Wenn Du ein bischen in einem Blog schaust, siehst Du, dass ich mich schon länger mit dem Thema nachhaltiger Verkehr auf dem Land beschäftige. Ich schreibe gerne unseren Lokalpolitikern mit konkreten Vorschlägen. Es gibt bei uns zum Beispiel nur eine fehlende Buslinie, mit der die Lücke gut zu füllen wäre. Einmal Umsteigen, und ich wäre dann in 45 Minuten auf Arbeit. Angeblich wäre ich aber der einzige, der diesen Bus nutzen würde.

@andreS @kaffeeringe @SheDrivesMobility vielleicht Mal eine Aktion machen mit einem Kleinbus, Fahrer*in finden und in Presse ankündigen, dass ihr Leute mitnehmen mit den Stops, die cool wären. Und dokumentieren wenn es mehr sind als nur du. 😀

@kielkontrovers @kaffeeringe @SheDrivesMobility die Idee finde ich sehr gut! Im Moment führe ich viele Gespräche, warum wir mit fast 3 Fahrern nicht 3 Autos haben, und warum wir nur einen 2-Sitzer gekauft haben. Wir werden schon wegen unserem wilden Garten für verrückt erklärt.
Nur damit du verstehst, in welcher Zeit wir hier leben.
Soll nicht heißen, das ich mich hier nicht wohl fühle-wir sind hier halt eher konservativ unterwegs.

@andreS @kielkontrovers @SheDrivesMobility Ich bin lange nicht mehr gefragt worden, ob ich immer noch kein Auto hätte. Aber ich kenn das auch.

@kaffeeringe @andreS @kielkontrovers @SheDrivesMobility same here. Ab ~ 40 fingen die Leute an, es zwar immer noch nicht wirklich zu verstehen, aber sie haben wohl gelernt: der ist und bleibt so komisch ;-)

replies
0
announces
0
likes
3

@wolf @kielkontrovers @andreS @kaffeeringe Spannende Diskussion! Ich finde, es braucht mehr radikale Ehrlichkeit, vor allem gesunder Menschen. 10 % der Wege im ländlichen Raum sind unter einem Kilometer, 50 % unter fünf Kilometer. Da wäre schon viel mit dem Rad möglich. Viele missdeuten zudem das Auto als Lösung und die Abhängigkeit von diesem nicht als Problem. Es sollten den 13 Millionen Erwachsenen ohne Führerschein möglich sein, überall leben zu können, weil es Alternativen gibt.

@SheDrivesMobility @wolf @kielkontrovers @andreS Das Auto ist auch ein Freiheits-Versprechen: Du kannst Dich einfach reinsetzen und fahren, wohin du willst. Wenn ich im Zivildienst mit dem VW-Bus voller alter Leute auf die A23 Richtung Süden gefahren bin, hab ich oft gedacht, dass ich jetzt auch einfach bis Italien durch fahren könnte.
Klar, macht man nie. Aber Menschen mögen es, unabhängig zu sein und Möglichkeiten zu haben. Das ist ihnen etwas wert.

@SheDrivesMobility @wolf @kielkontrovers @kaffeeringe
Ich stimme Dir da voll und ganz zu. Ich bin froh, das Thema einmal hier ohne Agressionen ansprechen zu können.
Im Ort haben wir einen kleinen Dorfladen, da können wir kleinere Einkäufe zu Fuß erledigen. Falls der Laden zu hat, fahre ich mit dem Fahrrad (ohne "e") und Rucksack in den Nachbarort (3km) und kaufe dort ein. Sobald wir weiter weg müssen, planen wir in der Prio: Zug, e-smart, Touran und legen Fahrten immer zusammen. (1/2)

@SheDrivesMobility @wolf @kielkontrovers @kaffeeringe
(2/2)
Ist zwar ein bischen aufwendig, mit den ganzen Möglichkeiten zu jonglieren, aber wir geben unser bestes.
Ich weiß aber, dass sich viele zu bequem dafür sind und mit dem Auto Sonntags morgens im Nachbarort Brötchen kaufen. Vorwürfe machen hilft da nicht. Wenn mich aber jemand darauf anspricht, erzähle ich aber gerne, wohin ich mit welchem (alternativen) Fortbewegungsmittel fahre und schaue immer in erstaunte Gesichter.

@kaffeeringe @SheDrivesMobility @wolf @kielkontrovers
Ich finde, man macht sich ziemlich abhängig davon. Es wäre mir lieber, wenn wir weniger Autos brauchen würde.
Mein Traum wäre, wenn es möglich wäre, in angemessenen Zeitabständen in alle Richtungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren- auch auf dem Land. Wenn man dann doch mal ein größeres Auto braucht (Umzug, Baumarkt, etc) sollte es möglich sein, ein Carsharing zwischen Unternehmern und Privat zu vermitteln. (1/2)

@kaffeeringe @SheDrivesMobility @wolf @kielkontrovers
(2/2) und zwar in der Form, dass Unternehmer (Lieferanten, Handwerker,...) Ihre Fahrzeugflotte Mo-Fr nutzen und Privatleute könnten die dann am Wochenende nutzen. Ist bestimmt keine neue Idee.

@wolf @kielkontrovers @SheDrivesMobility @kaffeeringe
Ich muss allen erst einmal ein Lob aussprechen: Ich finde es toll, dass man mit Euch so angenehm über das Thema diskutieren kann.

@andreS @kaffeeringe @SheDrivesMobility @kielkontrovers ich hab hier in B natürlich immer leicht reden, hier traut sich ja wirklich kaum wer zu sagen, man sei aufs Auto angewiesen. Als ich zur beginnenden Coronakriese aber für 1/2 Jahr meine Mutter auf dem Land gepflegt habe, hab ich auch sehr gut ohne Auto auskommen können. Ok es war Sommer und in der Bodenseeregion kann man sich überall hervorragend mit frischen Gemüse und Obst von zahlreichen Hofläden versorgen. Die Fahrt zum Supermarkt ging dann aber natürlich wie ich es in Berlin gewohnt bin genauso mit großen Satteltaschen. Das Argument quasi aller Leute dort “hier geht es nicht ohne Auto” ist aus neiner Sich zum größten Teil schlicht vorgeschoben, bzw. man hat es einfach noch nie versucht, weil das Auto geselkschaftlich dort so gesetzt ist. Wirklich schwierig ist nur Abends irgendwo hinzukommen. Deshalb auch das dort “übliche” Fahren mit Alkohol. Aber so lange halt “alle” glauben, so leben zu müssen wird sich auch nichts ändern. Da kommt dann auch bei Entscheidern immer die Argumentation, dass die Busse ja eh niemand nutzen würde.

@wolf Ja, man muss den Kreislauf durchbrechen und alte Verhaltensmuster aufbrechen. Leider sind viele Leute da nicht so reflektiert. Denke, wir schaffen das nur, wenn wir mit gutem Beispiel voran gehen.

@andreS @kielkontrovers @kaffeeringe @SheDrivesMobility
Der einzige? Das ist doch bloß eine beschwichtigende Ausrede, durchschaubar wie ein Glastisch. Selbstverständlich wird jede verfügbare Linie genutzt, sobald diese existiert. Wer auch immer sowas behauptet, redet sich bloß billig raus und das ist eine durchaus unverschämte Strategie.

@KlareKante @andreS @kielkontrovers @SheDrivesMobility 45 Minuten ist schon länger als die Strecke, die Menschen in der Regel pendeln. Egal welches Verkehrsmittel: länger als 30 Minuten für einen Weg bewegen sich wenige. Und je länger Menschen pendeln, desto unzufriedener sind sie. Deswegen kann es gut sein, dass kaum jemand diese Buslinie nutzen würde.

@kielkontrovers @kaffeeringe @SheDrivesMobility

Viele Leute wählen ihren Wohnraum auch einfach danach, wo es, für sie, bezahlbaren Wohnraum gibt.
Just sayin'

@HLunke @kielkontrovers @SheDrivesMobility Derzeit kann man auch nicht einfach mal umziehen, wenn man günstig wohnt. Schon vor 5 Jahren hätten wir für 250€ mehr die baugleiche Wohnung neben uns bekommen können. Heute müsste man sich mit aktuellen Kontoauszügen für ein Vorstellungsgespräch bewerben.

@kaffeeringe @KlareKante @kielkontrovers @SheDrivesMobility
Bei uns gibt es viele, die von Bad Berleburg (oder umliegenden Dörfern) zum Arbeiten ins Siegerland (z.B. Siegen, Kreuztal oder Hilchenbach) fahren. Auch gibt hier einen Bundeswehrstandort, zu dem viele Soldaten jeden Tag bis zu einer Stunde pendeln.
Die Buslinie, die ich meine, würde eine Lücke füllen. Es gibt einen Ort, wo man umsteigen könnte (Fleckenberg), und dort gibt es eine gute Buslinie zwischen Schmallenberg und Lennestadt.

@kaffeeringe @KlareKante @kielkontrovers @SheDrivesMobility
Ergänzung: Bad Berleburg- Siegen sind mehr als 45 Minuten mit dem Auto.

@kaffeeringe @KlareKante @kielkontrovers @SheDrivesMobility
Damit ihr mal wisst, von ich spreche: https://www.openstreetmap.org/search?query=ferienwohnung%20wisentsteig#map=19/51.07091/8.28737
(am besten zoomt ihr ein bischen raus, um Euch zu orientieren).
Bei uns gilt mit dem PKW: 1km entspricht ungefähr 1min - Autobahnen gibt es nicht.

@kaffeeringe @KlareKante @kielkontrovers @SheDrivesMobility
Wollte damit nur sagen, wir fallen so durch einige Raster hier.
Wenn es heißt: Die meisten pendeln weniger als 30 Minuten, das stimmt. Genauso wie die meisten auch Internet mit mehr als 10Mbit haben- nur halt nicht hier 😜

@kaffeeringe @KlareKante @kielkontrovers @SheDrivesMobility
Wobei das nicht heißen soll, dass es so gut ist, und wir nichts ändern sollen.
Die Welt ändert sich, und wir müssen uns mit ihr ändern.

@KlareKante @kielkontrovers @kaffeeringe @SheDrivesMobility
Sehe ich auch so. Schlimm ist, dass für diese Buslinie drei Landräte (weil 3 Landkreise) miteinander reden müssen. Von zweien habe ich überhaupt keine Antwort dazu erhalten.
Und einen Fahrradweg gibt es in diese Richtung auch nicht- ein Stück Straße ist extrem gefährlich für Fahrradfahrer.

@andreS @kielkontrovers @kaffeeringe @SheDrivesMobility
Hab nie nen Führerschein gemacht und meine 3 Kinder auf dem Land großgezogen, rate mal 🙃
Leider wird selbstverständlich immer noch alles für Autos gemacht&geplant, selbst jetzt noch, sogar für diese aber ein sinnvolles ÖPNV Netz oder sichere Radwege sind dann zuviel der Forderung? Liegt wohl eher daran, dass wir der großzügig erlauben uns zu verarschen!

@andreS @kaffeeringe @kielkontrovers @SheDrivesMobility die meisten beschweren sich nicht und/oder fühlen sich zu machtlos. Stimmt auch. Ist aber kein guter Grund!

@kaffeeringe @andreS @kielkontrovers @SheDrivesMobility
Glaub ich eher weniger, denn es werden sicherlich Menschen existieren, die Teilstrecken fahren wenn diese vorhanden sind. Entspricht meiner Erfahrung.

@KlareKante @kielkontrovers @kaffeeringe @SheDrivesMobility Ich zolle dir Respekt und ziehe den Hut vor dir. Bisher habe ich in unserer Gegend keine Mitstreiter gefunden, damit man sich gezielt vernetzt und auf die Lokalpolitik wirken kann. Die meisten in unserer Region nutzen und was da abgeht, wenn man eine Frage stellt, die in Richtung "Verzicht auf Auto" geht, können sich alle hier auf mastodon bestimmt vorstellen.

@HLunke @kielkontrovers @kaffeeringe @SheDrivesMobility das halte ich für nur EINES von sehr viel mehr Argumenten. Die Wohnungsortentscheidung ist sehr komplex, da spielt viel mit rein und bei allen gibts individuell eigene Punkte mit sehr unterschiedlichen Prioritäten.

@andreS @KlareKante @kaffeeringe @SheDrivesMobility gibt es Verbindungen für Schulen?

@kielkontrovers @KlareKante @kaffeeringe @SheDrivesMobility In diese Richtung leider nicht. Es gibt zwar einen Bus, der 5km (und ca 150m höher) von hier morgens startet, aber nachmittags gibt es kein zurück mehr.

@andreS @KlareKante @kaffeeringe @SheDrivesMobility Kennst du das Konzept https://www.doerpsmobil-sh.de/ ? Heiß sicher woanders anders ,,, ist eine Art

@kielkontrovers @KlareKante @kaffeeringe @SheDrivesMobility Danke für den Link. Habe ich mir gespeichert. In unserer Region gibt es sowas leider noch nicht. Aber vielleicht hole ich mir da mal Infos, wie die damit gestartet sind. Ich habe dazu schon ein paar Ideen.

@andreS @kielkontrovers @KlareKante @SheDrivesMobility Zum Pendeln bringt Carsharing nicht so wirklich was. Da wäre eher eine Mitfahrbank oder eine Fahrgemeinschaft etwas. Allerdings habe ich gerade erst gehört, dass die Mitfahrbanken in Schleswig-Holstein nicht gut angenommen werden. Aber vielleicht sind Süddeutsche da anders. 😄 https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mitfahrbank

@andreS @kielkontrovers @KlareKante @SheDrivesMobility Die Sache ist halt: eine einfache Lösung gibt es nicht. Sonst wäre schon jemand drauf gekommen. 😄
Wir müssen verschiedene Dinge ausprobieren und nach und nach müssen sich dann Arbeitsformen, Wohnorte und Mobilitätskonzepte zurecht ruckeln. Nur eins ist sicher: so weitergehen wie bisher, kann es nicht.

@kaffeeringe @kielkontrovers @KlareKante @SheDrivesMobility da wäre ich auch mal gespannt, wie das in Süddeutschland ist. Bei uns jedenfalls sind die Mitfahrbänke auch nicht so gut angenommen worden.

@kaffeeringe @kielkontrovers @KlareKante @SheDrivesMobility ein vernünftiges Fahrradwegnetz wäre schon mal ein guter Anfang.

@andreS @kielkontrovers @KlareKante @SheDrivesMobility Ja. Das Thema sollte endlich mal so ernst genommen werden wie Autobahnen und Bundesstraßen. Zumindest zum Schützenfest im Nachbarort könnte man dann mal mit dem Rad fahren. Jede gesparte Autostrecke zählt.

@kaffeeringe @kielkontrovers @KlareKante @SheDrivesMobility da bin ich voll deiner Meinung-je weniger Auto(s) desto besser!
Und für die Kinder, die mit Fahrrädern unterwegs sind, wird es auch sicherer.

@andreS @kielkontrovers @KlareKante @SheDrivesMobility Selbst für Autofahrer ist es ja netter, wenn sie keine Kinder totfahren. Davon haben einfach alle etwas.

@kaffeeringe @kielkontrovers @KlareKante @SheDrivesMobility Ja, auch da hast du Recht. Als radfahrendes Kind bin ich mal vom einem Auto angefahren worden. Was hatte der Fahrer Muffesausen...

@kaffeeringe @kielkontrovers @KlareKante @SheDrivesMobility Sorry, wenn ich hier auf so einem alten Thema rumreite. Aus Euren Profilen habe ich gesehen, dass die meisten von Euch eher aus dem Norden kommen (korrigiert mich, wenn ich falsch liege). Ich wollte Euch nicht vorenthalten, wie unsere nicht vorhandenen Fahrradwege aussehen, habe es nicht ffrüher geschafft- deshalb hier ein paar Bilder meines Arbeitsweges- wie gesagt, nicht als Entschuldigung.

Straße auf Hügel mit Verkehrsschild und steilen Abfahrten steile, enge Straße, Häuser wurden aus Bild entfernt

@kielkontrovers @kaffeeringe @KlareKante @SheDrivesMobility sehe ich auch so, aber da ist alles unterwegs: Autos,Motorräder und LKWs. Nur Fahrräder trauen sich zu Stoßzeiten nicht- weil zu den Zeiten fahren die PKWs nahezu 100km/h - Ich habe ganz vergessen zu erwähnen, das die Straße kurze Zeit später so eng wird, dass die gestrichelte Markierung in der Mitte weggelassen wurde.

@andreS @kielkontrovers @kaffeeringe @SheDrivesMobility
Hier in Ottensen (Stadtteil von Hamburg) läuft gerade das Projekt 'Autofreies Ottensen' - viele Straßen werden bald komplett für normale Autos gesperrt, nur noch Radfahrer und der Busverkehr dürfen durch, es ist echt Luxus! Eine Fahrbahnspur nur für Räder, so dass man sich nicht ins Gehege kommen kann, gibt es auf einigen größeren Straßen schon. Das sollte Schule machen.

@andreS @kaffeeringe @kielkontrovers @SheDrivesMobility
Sowas kennen wir alle. Leider.
Und. Genau deshalb brauchen wir dringend eine brauchbare Politik, die sich dafür einsetzt, dass es nicht jeden Tag lebensgefährlich wird, sobald man mit dem Rad zur Arbeit fährt.

@andreS @kaffeeringe @kielkontrovers @SheDrivesMobility
Sowas kennen wir alle. Leider.
Und genau deshalb brauchen wir dringend eine brauchbare Politik, die sich dafür einsetzt, dass es nicht jeden Tag lebensgefährlich wird, sobald man mit dem Rad zur Arbeit fährt.

@KlareKante @andreS @kaffeeringe @SheDrivesMobility ich wäre auch für maximal 50 auf Landstraßen

@kielkontrovers @KlareKante @kaffeeringe @SheDrivesMobility das könnte schwierig werden. Bei uns gibt es nicht viel mehr als Kreis- und Landstraßen...

@andreS @kielkontrovers @kaffeeringe @SheDrivesMobility
Das genau ist das Problem. Die Lösungen müssen an die Gegebenheiten angepasst werden und entsprechend kreativ müssen zukünftige Verkehrsplaner und Verantwortliche vorgehen. Dass es. Lösungen geben muss, steht jedoch außer Frage. Nur überall das gleiche geht halt so nicht.

@KlareKante @andreS @kaffeeringe @SheDrivesMobility meistens doch. Für das Meiste gibt es bestehende Lösungen. Das Problem sehe ich eher darin, dass die nicht genutzt werden oder in der StVO.

@kielkontrovers @KlareKante @kaffeeringe @SheDrivesMobility Ich kann Euch immer wieder nur zu uns einladen, damit ihr seht, wie ländlich wir wohnen. Wie gesagt, meine Einwände gelten nicht als Entschuldigung, aber ich habe immer das Gefühl, das ihr näher an einer großen Stadt wohnt als wir.
Ich sehe das genauso wie ihr, dass wir etwas ändern müssen.

@kielkontrovers @KlareKante @kaffeeringe @SheDrivesMobility Heute morgen im WDR5 unterhielten sich die Moderatorin und ein "Verkehrsspezialist" darüber, für wen das geeignet. Der Spezialist meinte, es wäre nichts für die Leute, die auf dem Land leben und eine Stunde auf den nächsten Bus warten müssen. Ich musste laut lachen in meinem eSmart- 1 Stunde... sorry. Aber ich bin ja bald wieder bei der IHK im Prüfungsausschuss, und da fahre ich wieder mit den Öffis.

@kielkontrovers @KlareKante @kaffeeringe @SheDrivesMobility Übrigens habe ich mir natürlich sofort das bestellt. Das versteht sich von selbst!

@andreS @KlareKante @kaffeeringe @SheDrivesMobility das ist eigentlich nur was außerhalb von Spitzenzeiten. Eine Seniorengruppe in Kiel plant extra Juni einen Trip zum Olsdorfer Friedhof, weil's billig ist. Aber Hamburg-Kiel ist mit Zugausfällen und Normalbetrieb schon so übervoll. D.h. die ganze Strecke im Stehen hin und zurück. Nun nimm das Mal vier... Ich fahre jetzt 3 Monate kein Zug mehr, höchstens Nebenstrecken oder nachst Bus.

@andreS @KlareKante @kaffeeringe @SheDrivesMobility viele Dörfer kümmern sich auch gar nicht und merken gar nicht, wenn Rufbus seit Jahren nicht bedient wird.

@kielkontrovers @KlareKante @kaffeeringe @SheDrivesMobility Rufbus ist ja auch noch eine super Idee.
Meine Wunschvorstellung ist es, das niemand privates mehr ein Auto besitzt, sondern mit einer APP einen Weg "bestellen" - egal ob gleich, morgen oder in 3 Wochen, Anzahl der Leute, Start, Ziel, Fracht,Umstiege.
Die APP sucht den Weg mit den geringsten CO2-Ausstoß gemäß den Parametern und gibt Alternativen aus. Bezahlt wird nach CO2.

@andreS @kielkontrovers @KlareKante @SheDrivesMobility Das wird aber so nicht kommen. Jetzt kaufen sich alle eAutos. Und dann alle selbstfahrende Autos. Weil die alleine Parkplätze suchen, ist das so praktisch, dass es noch einmal mehr Autos gibt, die sich dann Stoßstange an Stoßstange durch die Stadt schieben. Für alles Andere seh ich keine Anzeichen.

@kaffeeringe @andreS @kielkontrovers @SheDrivesMobility
OH bitte nicht.
"Alle" seh ich da allerdings auch eher nicht.
Viele steigen auf Carsharing um, hier in Hamburg kann man das sogar günstiger mit Abo für Monatskarten des hvv machen. Es werden auch viele Autos (Ich kann allerdings auch nur für die Gegend sprechen in der ich wohne) abgeschafft, weil die Taktung der Öffis so gut ist, dass es sich einfach nicht mehr lohnt. Genervt sind eh fast alle.

@KlareKante @andreS @kielkontrovers @SheDrivesMobility Die Versicherung wird billig, weil die keine Unfälle mehr bauen. Die Teile werden billiger, weil eAutos weniger Teile brauchen. Neben den Monstertrucks der alten Autohersteller wird es eine günstige Kompaktklasse geben, damit jedes Kind ein Auto haben kann - denn eine Führerschein braucht man nicht mehr bei selbstfahrenden Autos. Es wird sogar spezialisierte Autos für Haustiere geben, die sich selbst Gassi fahren.

@kaffeeringe @KlareKante @andreS @SheDrivesMobility Ich behelfe mir (nicht nur beim Thema Verkehr) ja immer damit, dass ich unterscheide:
1. Was ist die nächste wahrscheinliche Entwicklung?
2. Welche nächste Entwicklung wäre möglich unter bestimmten Bedingungen?
3. Was passiert langfristig, wenn es so weiter geht?
4. Wo muss es eigentlich langfristig hingehen?
5. Welche Maßnahmen wären strategisch auf dem Weg gut, um eine Änderung herbeizuführen? (Sprich wo muss man Druck machen) ...

@kielkontrovers @KlareKante @andreS @SheDrivesMobility Praktisch ist, dass man Autoverkehr nicht so planen muss, wie ÖPNV. Für die meisten Dinge sind die Individuen zuständig - Anschaffung, Betrieb, Unterhalt, Routenplanung, Parkplätze. Der Staat muss nur Straßen vorhalten und schon kann jeder für sich selbst sorgen. Das wird sogar subventioniert. Das ganze Land ist genau dafür eingerichtet. Die Menschen können sich nichts anderes vorstellen.

@kaffeeringe @KlareKante @andreS @SheDrivesMobility Neben den Aspekten sehe ich aber auch, dass Autos bei automatisierten Transporten oft nicht optimal sind. Daher geht Tesla ja auch in die Richtung humanoider Roboter.- Die können zB Treppen steigen. Egal wie weit autonomes Fahren geht, du wirst dann immer noch selber aussteigen müssen und die Ware im LIDL in deinen Kofferraum werfen. Effektiv ist das nicht.

@kielkontrovers @KlareKante @andreS @SheDrivesMobility Das Auto ist das Versprechen von Freiheit und Unabhängigkeit. Wenn es dann in Zukunft noch billiger wird, keine Unfälle mehr macht und selbstständig einen Stellplatz sucht und zur Wartung fährt, wird man auch noch von vielen nervigen Dingen erlöst.
Ich hoffe, Du verstehst, dass ich das nicht will. Aber diese Zukunft ist einfacher zu erreichen und meistens geht es den einfachen Weg.

@kielkontrovers @KlareKante @andreS @SheDrivesMobility Dein Auto fährt alleine Einkaufen. Das wird nur noch beladen. Das kann es machen, wenn Du die Leute bei der Arbeit sind. Es kommt dann frisch bepackt zum Feierabend wieder zur Arbeit.

@kaffeeringe @KlareKante @andreS @SheDrivesMobility Was du beschreibst ist mittelfristig das, was passieren wird, wenn man nicht eingreift (wie bisher auch schon). Aber natürlich wäre das fatal. Mathematiker*innen können einem ja gut ausrechnen, dass einzelne Autos, ob autonom oder nicht immer schlechter abschneiden als Public Transport. Allein Fahrzeuggröße und Verhältnis von Gewicht/Verbrauch zu transportierten Personen. Daran ändern auch alle Entwicklungen nichts. ...

@kaffeeringe @KlareKante @andreS @SheDrivesMobility Solange jede*r so oft Autofahren kann wie er*sie will und es dazu sowohl kostenfreie Parkplätze gibt, die die Öffentlichkeit mit 300 € im Jahr finanziert, oder das Einfahren in eine City ebenso kostenfrei ist, verschafft man dem Auto auf Dauern einen Wettbewerbsvorteil. Und daher wächst der Autobestand nach wie vor. - Man kann das ändern, aber gibt es in irgendeiner Partei den politischen Willen dazu?

@kielkontrovers @kaffeeringe @andreS @SheDrivesMobility
Hamburg ist in einigen Stadtteilen auf einem guten Weg. Parteien allgemein müsste ich verneinen. Aber regional, so wie hier im Senat, kann einiges auf den Weg gebracht werden. Pragmatisch und langfristig und langwierig dadurch, aber effektiv. Bin jetzt seit 5 Jahren hier und allmählich zeigen sich wirklich positive Veränderungen. Fahrradstraßen, die diesen Namen auch verdienen beispielsweise.

Bild einer 2 Spurigen Verkehrskreuzung mit extra in rot eingefärbter Fahrradstraße und Abbiegespur für Radfahrer

@KlareKante @kielkontrovers @andreS @SheDrivesMobility Ja, aber Kommunen müssen immer gegen Europa- und Bundespolitik anarbeiten - und gegen den Willen vieler Menschen. Das ist ja grundsätzlich nicht gut.

@KlareKante @kielkontrovers @andreS @SheDrivesMobility Ich will damit nur sagen: die Widerstände bei einer Verkehrswende sind riesig und vielfältig. Trotzdem ist sie sinnvoll.

@kaffeeringe @KlareKante @andreS @SheDrivesMobility Und wer belädt es? Sicher keine Angestellten, denn das würde es teurer machen.

@kaffeeringe @KlareKante @andreS @SheDrivesMobility Also zum "Nur Straßen vorhalten" Ich glaube der LBV-SH sieht es anders als "nur" ;-)Nimm die Planungen zur Anbindung der A21.Wie lange geht das jetzt? Seit den 60er Jahren? So einfach ist das dann ja auch nicht ... Und Allgemeinheit trägt Kosten für die individuelle Freiheit.

@kielkontrovers @KlareKante @andreS @SheDrivesMobility Wenn ein Dorf eine Straße hat, können die Leute mit einem Auto zu jeder Zeit überall hinkommen. Das meinte ich.
Wenn Du in jedes Dorf eine Schiene legst, musst Du auch noch überlegen, wann da wie oft ein Zug fahren soll, wie das bezahlt wird, wann die Züge gereinigt und gewartet werde usw.

@kielkontrovers @KlareKante @andreS @SheDrivesMobility Automatisch. Das Auto fährt zu einem Logistik-Zentrum, da wird ein Behältnis mit Deiner Bestellung gefüllt und das wird ins Auto verladen. So ein Behältnis könnte man sogar kühlen.

@KlareKante @kielkontrovers @andreS @SheDrivesMobility Ja. In Kiel, muss ich sagen, ist es echt wesentlich besser geworden. Man muss wissen, wo das Radwegenetz ist. Aber wenn man da drauf ist, kommt man gut voran und überall hin. (Meine Erfahrung beschränkt sich auf das Westufer.)

@KlareKante @kielkontrovers @kaffeeringe @andreS @SheDrivesMobility
Wow, das klingt doch gut! Wir freuen uns über jede gute Nachricht

@MaryMarasKittenBakery @kielkontrovers @kaffeeringe @andreS @SheDrivesMobility
@ Mary ich teile auch lieber gute Nachrichten, als nur zu motzen. Davon gibt's wahrlich genug (und das schließlich absolut mit Recht!) allerdings denke ich, es befördert die Sache mehr, wenn gute Beispiele hervorgehoben und geteilt werden, so dass sich Leute inspiriert fühlen können, Entscheider sich ein Beispiel nehmen können und jeder sehen kann, dass DAS auch geht!

@KlareKante @kielkontrovers @kaffeeringe @andreS @SheDrivesMobility
Das finde ich auch super wichtig und das sollten wir alle viel mehr tun!
Ich versuche es zwar, aber ... falle noch oft in alte Muster. Mal sehen! Aber die guten Nachrichten und Beispiele bringen mehr.

@MaryMarasKittenBakery @KlareKante @kielkontrovers @andreS @SheDrivesMobility Die Menschen erzählen schlechte Nachrichten wesentlich lieber weiter als gute. Es liegt nicht an Dir. ;-)

@MaryMarasKittenBakery @kielkontrovers @kaffeeringe @andreS @SheDrivesMobility
Schlechte Beispiele sind auffälliger & davon gibt es einfach zu Viele! Es ist wichtig, Missstände auch zu benennen.
Dennoch freue ich mich jeden Tag über meinen Stadtteil, der immer mehr Fahrradstraßen ausbaut & derzeit an einem Konzept arbeitet, Ottensen Autofrei zu bekommen. wurde 2020 schon einmal zur Probe eingeführt & kam super an!

@KlareKante @MaryMarasKittenBakery @kaffeeringe @andreS @SheDrivesMobility gab aber auch Kritik und Ängste. Man muss meine ich auch immer deutlich und ehrlich sagen, dass man auch Leuten was wegnimmt und es auch Nachteile geben kann. das Furcht zu einer ehrlichen Debatte.

@kielkontrovers @KlareKante @MaryMarasKittenBakery @andreS @SheDrivesMobility Man kann doch aber auch feststellen, dass es in Holland ganz gut funktioniert. Der Nachteil ist halt, dass es kaum noch holländische Automarken gibt. 😄